Lautenschläger erhält Toleranzpreis - von Null-Toleranz-Schäuble
Mit Tränen in den Augen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass der ehrenwerte Herr Innenminischder Schäuble den ehrenwerten wie spendablen Unternehmer Lautenschlägerle mit einem “Toleranzpreisle” ausgezeichnet hat. Diese Leute haben wirklich Humor!
Schäuble, war das nicht jenes Mitglied einer korrupten Regierung, das eine Spende von 100.000,- DM toleriert hatte? (Für welche Gegenleistung eigentlich, oder verschenken die Leute plötzlich ihr Geld?) Der Mann, den wir erneut in einer Regierung tolerieren müssen, die so niemand gewählt hatte? Der Mann, der unseren Rechtsstaat gerade in einen Polizeistaat umwandelt, indem wir die totale Überwachung tolerieren dürfen?
Ein Preis für Humanismus ist an sich ja eine feine Sache, aber muss man ihn ausgerechnet von jemandem verleihen lassen, der sich um die Rüstungsindustrie verdient gemacht hat?
Der Spendenempfänger zeichnet also den Spender aus … NEIN, wir wollen nicht behaupten, Lautenschläger hätte damals die CDU geschmiert. Denkbar wär´s allerdings schon: Die Regierung Kohl sowie der “Genosse der Bose”-Kanzler hatten praktisch nichts gegen die in ihrer Zeit expandierenden Finanzvertriebe unternommen und damit die Grundlage für Lautenschlägers einseitig vorteilhaftes Geschäftsmodell bewahrt, das wie geschmiert lief. Kohls halbes Kabinett nahm später etwa bei der Deutschen Vermögensberatungs AG Platz.
Es bedurfte erst der Verbraucherschützer aus Brüssel, die eine Versicherungsrichtlinie erließen - die immer noch viel zu kurz greift.
Während es “Versicherungsberatern” untersagt ist, an den empfohlenen Produkten mitzuverdienen, durften “Finanzberater”, angeblich “unabhängige” Vermögensoptimierer und ähnliches Pack ungeniert ihre Auswahl an provisionsträchtigen Ladenhütern als “Beratung” anpreisen.
Während andere Unternehmer ihren Untergebenen Arbeitnehmerrechte gewähren und in Sozialsysteme einbezahlen müssen, dürfen die Finanzvertriebe “ihrem Personal” einreden, sie seien selbständige Unternehmer - tatsächlich hat man nur die Nachteile abhängiger Beschäftigung mit dem unternehmerischen Risiko kombiniert. Und damit nicht genug hatte sie Lautenschläger auch noch um ihren “Lohn” gebracht, indem er sie Firmenaktien kaufen ließ und damit abermals am Risiko beteiligte.
Aber selbst diese Richtlinie wurde von der Regierung einfach nicht umgesetzt: Die Bundesregierung hatte es vorgezogen, sich auf Umsetzung verklagen zu lassen!!! Aber das hat sicher nur getan, weil sie dringenderes zu erledigen hatte, nicht, weil es die Finanzlobby so wollte.
Während ein Großteil der “MLP-Finanzberater” verschuldet ist, weiß der honorige Lautenschläger gar nicht, wohin mit seinem vielen Geld. Da spendet man halt hier und da ein bisschen was, wenn man denn die Rendite in Form von irgendwelchen Preisen und Titeln zurück erhält.
Dann verleiht Euch mal ruhig weiter Preise innerhalb Eures Kartells an ehrenwerten Zeitgenossen! Vielleicht wäre es zweckmäßig, sich dabei im Kreis aufzustellen …
Am 5. Juni 2007 um 11:04 Uhr
Also ich für meinen Teil finde, das sich da zwei gesucht und gefunden haben. Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
Die beiden sind wirklich dieses Deutschland das keiner leiden kann.